Boswiler Sommer Festival

Biografien Künstler:innen

Violine

Ob als Solistin, Kammermusikerin, künstlerische Leiterin oder angesehen Professorin – Julia Fischer verkörpert künstlerische Vielseitigkeit in Perfektion. Mit ihrer aussergewöhnlichen Virtuosität, ihrer musikalischen Leidenschaft und grossem Facettenreichtum hat sie sich einen einzigartigen Platz unter den Musikgrössen erobert. Daneben engagiert sie sich leidenschaftlich für die Förderung junger Talente und öffnet mit Meisterkursen und ihrer Gründung der Kindersinfoniker den jüngsten Musiker:innen die Türen in die Klassikwelt.

juliafischer.com

Der Geiger Andreas Janke, 1. Konzertmeister des Tonhalle-Orchesters Zürich, stammt aus einer Musikerfamilie in München. Nach zahlreichen Wettbewerbserfolgen führten ihn Konzertauftritte bereits in jungen Jahren zu bedeutenden Festivals und internationalen Konzertbühnen. Als Mitglied des Oliver Schnyder Trios konzertiert er regelmässig weltweit. Zur umfangreichen Diskografie des Ensembles zählen unter anderem die Klaviertrios von Schubert, Brahms und Beethoven. Seit 2013 ist Andreas Janke Professor für Violine an der Zürcher Hochschule der Künste.

Die deutsche Violinistin errang internationale Aufmerksamkeit, als sie 15-jährig den Leopold-Mozart-Wettbewerb in Augsburg gewann und nahezu alle Sonderpreise erhielt. Seither musiziert sie mit renommierten Orchestern und Dirigent:innen und wurde für ihre Beethoven-CD (2019) mit dem Supersonic Award ausgezeichnet. Sie ist Professorin für Violine an der Hochschule für Musik und Theater München und zeigt ihre künstlerische Offenheit in historisch informierter Aufführungspraxis ebenso wie in intensiven Studien der Musik Mozarts.

Der 2009 geborene Geiger Clemens Reißenweber begann im Alter von vier Jahren mit dem Geigenspiel. Unterricht erhielt er unter anderem bei Kirill Troussov und Prof. Sonja Korkeala. Heute ist er Jungstudent in der Klasse von Prof. Julia Fischer an der Hochschule für Musik und Theater München. Er ist mehrfacher Preisträger von «Jugend musiziert», darunter ein 1. Preis beim Bundeswettbewerb. Als Solist trat er bereits mit Werken von Mozart, Vivaldi und Saint-Saëns auf und ist seit 2023 Konzertmeister des Jugendorchesters «Attacca» des Bayerischen Staatsorchesters.

Die 1999 in München geborene Geigerin Valerie Steenken ist seit 2023 Konzertmeisterin des renommierten Orquesta Nacional de España. Ausgebildet u. a. bei Julia Fischer in München und Marco Rizzi in Madrid, konzertiert sie als Solistin und Kammermusikerin international. Kritiker loben ihren «wunderbaren Klang, präzise Intonation und feine Ausdruckskraft». Sie gewann zahlreiche Wettbewerbe, darunter den «First Great Award» bei der Manhattan International Music Competition 2025, und musiziert regelmässig bei Festivals sowie mit renommierten Orchestern.

valeriesteenken.de

Die 2011 geborene Geigerin Edna Unseld wuchs in einem musikalischen Umfeld auf und begann bereits mit vier Jahren Violine zu spielen. Aufgrund ihres aussergewöhnlichen Talents erhielt sie früh das Kinderinstrument von Anne-Sophie Mutter. 2021 gewann sie den 3. Preis beim Internationalen Leonid-Kogan-Wettbewerb in Brüssel und trat bei Gedenkkonzerten für Tibor Varga auf. 2022 folgten der Sieg beim Internationalen Wettbewerb «Il Piccolo Violino Magico» sowie ein Sonderpreis beim Louis-Spohr-Wettbewerb. Edna Unseld studiert am Konservatorium Zürich (MKZ) bei Jens Lohmann.

«Eine Geschichte erzählen. Das Publikum bewegen.» – dieses Credo prägt die Karriere der französischen Geigerin Eva Zavaro und machte sie zu einer der markantesten Stimmen ihrer Generation. Sie konzertierte u. a. in der Philharmonie de Paris, der Berliner Philharmonie und mit dem London Symphony Orchestra. Ausgezeichnet mit dem Georges-Enescu-Preis und dem 1. Preis beim Brahms-Wettbewerb Pörtschach, ist sie international als Solistin und Kammermusikerin gefragt. 2024 erschien ihr Debütalbum «Notturno».

evazavaro.com

Viola

Tomoko Akasaka ist eine international gefragte Bratschistin, ausgezeichnet u.a. mit dem 1. Preis des 12. «Japanischen Klassik-Wettbewerbs» und dem 3. Preis des ARD-Wettbewerbs. Als Solistin spielt sie mit renommierten Orchestern weltweit und arbeitete mit Dirigenten wie Seiji Ozawa zusammen. Kammermusik verbindet sie mit Künstlern wie Gidon Kremer und Daniel Hope bei bedeutenden Festivals und in führenden Sälen Europas und Asiens. Sie studierte in Genf bei Nobuko Imai, ist Professorin in Münster und lebt in Berlin.

Von Le Monde als «neuer Bratschenheld» gepriesen, gilt La Marca als einer der überzeugendsten Musiker der Gegenwart. Sein Spiel zeichnet sich durch Ausdruckstiefe, technische Meisterschaft und einen reichen Klang aus. Als Solist trat er bereits mit renommierten Orchestern wie dem Orchestre National de France auf und überzeugte in Konzertsälen wie der Wigmore Hall oder dem Berlin Konzerthaus durch seine charismatischen Bühnenpräsenz. Für seine Aufnahme wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und von der Presse hoch gelobt.

adrienlamarca.org

Geboren in eine Musikerfamilie entdeckte Shira Majoni schon früh ihre Leidenschaft für Sprachen – zu denen auch die Musik gehörte. 2013 wurde sie für ihr aussergewöhnliches Talent mit dem Hauptpreis Viola und dem Sonderpreis beim Aviv-Wettbewerb in Israel ausgezeichnet und tritt seither in renommierten Konzertsälen wie der Carnegie Hall in New York oder der Philharmonie in Berlin auf. Von 2019 bis 2020 war sie Mitglied der Münchner Philharmoniker und ist seit 2016 Stipendiatin der Villa Musica Rheinland-Pfalz.

«Die Bratsche hat etwas Geheimnisvolles», sagte der deutsche Musiker einmal und lässt mit seinem empfindsamen und facettenreichen Spiel keinen Zweifel daran. Seine virtuosen Interpretationen haben ihm einen internationalen Bekanntheitsgrad und zahlreiche Auszeichnungen eingebracht – und der Bratsche ein neues Image verliehen. Neben seiner Tätigkeit als Hochschullehrer tritt er regelmässig als Solist mit renommierten Orchestern und Dirigent:innen auf und konzertiert in Konzerthäusern wie der Elbphilharmonie und der Wigmore Hall.

Nils Mönkemeyer

Der 1981 in China geborene Bratschist Wen Xiao Zheng zählt zu den profiliertesten Musikern seines Fachs. Ausgebildet u. a. in Shanghai, Madrid und München, gewann er zahlreiche internationale Preise, darunter beim ARD-Musikwettbewerb und beim Felix-Mendelssohn- Bartholdy-Wettbewerb. Als Solist und Kammermusiker musiziert er mit renommierten Partner:innen und Orchestern wie den Berliner Philharmonikern. Seit 2014 ist er Solobratscher des Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

wxz.com

Violoncello

Der in Zürich geborene Cellist Thomas Grossenbacher war über 26 Jahre 1. Solocellist des Tonhalle-Orchesters Zürich. Als Solist und Kammermusiker konzertiert er in Europa, den USA und Japan. Seine Einspielungen, darunter Richard Strauss’ «Don Quixote» mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter David Zinman, fanden internationale Beachtung. Als Professor an der Zürcher Hochschule der Künste engagiert er sich intensiv für den musikalischen Nachwuchs; viele seiner ehemaligen Studierenden sind heute Preisträger internationaler Wettbewerbe und in führenden Orchestern und Ensembles tätig.

Der Cellist ist eines der jüngsten Mitglieder das Tonhalle-Orchesters Zürich – und seit 2022 Solocellist. Bereits im Alter von fünf Jahren begann er mit dem Cellounterricht und studierte bei Thomas Grossenbacher und Maximilian Hornung. Obwohl er in seiner Jugend öfter Posaune spielte, fand er seine Leidenschaft im Cello und wurde für seinen ausdrucksstarken Ton mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Vor seiner Anstellung im Tonhalle-Orchester wirkte er als Zuzüger im Sinfonieorchester St. Gallen und im Zürcher Kammerorchester.

paulhandschke.com

Der schweizerisch-italienische Cellist mit ungarischen Wurzeln versteht Musik als verbindende Sprache zwischen Menschen und Kulturen. Bereits mit fünf Jahren begann er Cello zu spielen. Heute tritt er international als Solist und Kammermusiker auf und gewann u. a. den 1. Preis beim Concorso Internazionale Salieri di Legnago. Nach Studien bei Thomas Grossenbacher in Zürich und Maximilian Hornung in München wurde er 2024 Mitglied des Tonhalle-Orchesters Zürich. Als Stipendiat des Rahn Kulturfonds und der Friedl Wald Stiftung baut er seine Konzerttätigkeit international weiter aus.

Samuel Niederhauser ist ein preisgekrönter Schweizer Cellist, der 2023 mit dem dritten Preis am international renommierten „Paulo Cello Competition“ in Helsinki und 2022 als Laureat am «Concours Reine Elisabeth» in Brüssel Aufsehen erregt hat. Neben einer Stelle als Solocellist des Luzerner Sinfonieorchesters führt er ein aktives Konzertleben als Solist und Kammermusiker. Dank einer grosszügigen Leihgabe spielt er ein Instrument von Carlo Giuseppe Testore aus dem Jahre 1690.

Samuel Niederhauser

Stellvertretender Solist im Tonhalle-Orchester Zürich, künstlerischer Leiter der SeetalClassics und engagierter Kammermusiker – der Schweizer Cellist Benjamin Nyffenegger zeichnet sich durch Vielseitigkeit und eine tiefe Leidenschaft zur Musik aus. Neben seiner Tätigkeit als Orchestermusiker ist er Teil des Julia Fischer Quartetts und des Oliver Schnyder Trios und überzeugt durch sein emotionales und feinfühliges Spiel.

Anna Tyka Nyffenegger, in Katowice (Polen) geboren, wuchs in einer Musikerfamilie auf und studierte an der Fryderyk-Chopin-Universität in Warschau bei K. Michalik mit Auszeichnung sowie bei M. Flaksman in Mannheim. Sie gewann zahlreiche Preise, darunter den 1. Preis beim Internationalen Witold-Lutosławski-Cellowettbewerb. Als gefragte Kammermusikerin musizierte sie u. a. mit Julia Fischer, Nils Mönkemeyer und Daniel Hope. Seit 2010 ist sie stellvertretende Solocellistin des Zürcher Kammerorchesters und konzertiert international.

Kontrabass

Die Engländerin Alexandra Scott studierte an der Yehudi Menuhin School und der Guildhall School of Music. 2005 wurde sie in die Karajan- Akademie der Berliner Philharmoniker aufgenommen, mit 23 Jahren Solo-Kontrabassistin der NDR-Radiophilharmonie und 2007 Vorspielerin im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Neben ihrer leidenschaftlichen Tätigkeit als Lehrerin ist sie ausserdem eine engagierte Kammermusikerin und tritt regelmässig bei führenden internationalen Festivals auf.

Blasinstrumente

Die lebendige und kommunikative Gestaltung der Musik aller Epochen ist das zentrale Anliegen der Schweizer Fagottistin Valeria Curti. Sie ist Dozentin an der HKB Bern und seit der Saison 2022/23 Solofagottistin des Musikkollegiums Winterthur. Ihr sensibles Gespür für Klangfarben, Rhythmen und Dynamik wurde mit dem Göhner Musikpreis sowie dem 1. Preis der IDRS 2015 ausgezeichnet. Als Mitbegründerin des Trio Lusinea erforscht sie unbekannte Literatur, sie verbindet moderne und historische Aufführungspraxis und gastierte u.a. bei den Salzburger Festspielen.

valeriacurti.com

Der Hornist Ivo Gass studierte an der Musikhochschule Luzern bei Jakob Hefti sowie in Genf bei Bruno Schneider und schloss beide Studien mit Auszeichnung ab. Bereits früh sammelte er Orchestererfahrung beim Schleswig-Holstein Musik Festival und im Tonhalle-Orchester Zürich. Als Solist trat er mit Orchestern wie den Münchner Philharmonikern, dem Orchestre de la Suisse Romande und dem Tonhalle-Orchester Zürich auf. Nach Engagements im Luzerner Sinfonieorchester und als Solohornist der Münchner Philharmoniker ist er seit 2009 1. Solohornist des Tonhalle-Orchesters Zürich.

Andrey Godik wird als Senkrechtstarter der Oboenwelt gefeiert und hat sich in den letzten Jahren als einer der führenden Oboisten seiner Generation etabliert. Er ist nicht nur Solo-Oboist des Mahler Chamber Orchestra und der Münchner Philharmoniker, sondern tritt auch regelmässig bei renommierten Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Menuhin Festival Gstaad auf. Als Solist begeisterte er zuletzt bei Auftritten mit den Bamberger Symphonikern und dem Münchner Kammerorchester.

Der Klarinettist Raphaël Schenkel stammt aus Hechingen auf der Schwäbischen Alb und begann mit sieben Jahren Klarinette zu spielen. Er studierte in Essen sowie in Berlin u. a. bei Wenzel Fuchs und Karl- Heinz Steffens. Orchestererfahrung sammelte er in der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker. Seit 2010 ist er Bassklarinettist der Bremer Philharmoniker und seit 2017 Mitglied des Lucerne Festival Orchestra. Als Gast spielt er u. a. mit den Berliner Philharmonikern und engagiert sich mit seinem Festival Klang-Labor Hechingen für musikalische Bildung.

Raphaël Schenkel

Klavier

Der brasilianische Pianist Richard Octaviano Kogima verbindet virtuose Brillanz mit grosser stilistischer Offenheit und musikalischer Neugier. Geboren in São Paulo und heute in der Schweiz tätig, tritt er international als Solist und Kammermusiker auf – u. a. in der Tonhalle Zürich, der Salle Cortot in Paris und der Sala São Paulo. Als Preisträger mehrerer Wettbewerbe, darunter des Nelson-Freire-Preises beim Concours Géza Anda, begeistert er mit ausdrucksstarkem, farbenreichem Spiel. Seine Ausbildung erhielt er an der Zürcher Hochschule der Künste bei Konstantin Scherbakov.

richardkogima.com

Oliver Schnyder studierte bei Homero Francesch und Leon Fleisher. Nach seinem Debüt mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter David Zinman begann seine internationale Karriere als Solist und Kammermusiker. Er konzertiert auf bedeutenden Bühnen und ist mit führenden Orchestern, Dirigenten sowie herausragenden Kammermusik- und Liedpartnerinnen und Liedpartnern zu hören. Als Pianist des Oliver Schnyder Trios ist er international ebenso präsent. Zahlreiche preisgekrönte Aufnahmen dokumentieren sein musikalisches Schaffen. Als künstlerischer Leiter und Kurator prägt er zudem das Schweizer Musikleben. Ein besonderes Anliegen ist ihm die nachhaltige Förderung des musikalischen Nachwuchses und junger Künstlerpersönlichkeiten.

oliverschnyder.com

Elena Schönlebe (geb. 2012 in München) erhielt im Alter von vier Jahren ihren ersten Klavierunterricht bei Viera Fischer. Kurze Zeit später begann sie nebenher auch ihre Ausbildung an der Geige. 2019 wurde sie in das von Julia Fischer und Johannes X. Schachtner gegründete Orchester, den «Kindersinfonikern», aufgenommen. Dort war sie mehrere Jahre Konzertmeisterin, bis sie 2024 zusätzlich anfing Bratsche zu spielen. Sie trat mehrfach solistisch mit dem Orchester auf, sowohl als Geigerin wie auch als Pianistin. 2024 erreichte sie einen 2. Preis beim Bundeswettbewerb «Jugend musiziert» in der Kategorie Kammermusik am Klavier. Im Oktober 2024 debütierte sie beim Boswiler Herbst, was sofort zu einer Wiedereinladung zum Boswiler Sommer 2025 führte. Seit Herbst 2025 ist Elena Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Markus Bellheim. Gleichzeitig wurde sie als Geigerin Mitglied im Münchner Jugendorchester Attacca.

Musik nicht nur zum Klingen, sondern auch zum Sprechen bringen – das ist Herbert Schuchs Credo. Der Pianist mit rumänischen Wurzeln kreiert mit seinen durchdachten Soloprogrammen auf höchstem künstlerischem Niveau ein Gespräch zwischen Komponist:innen und Publikum und beweist dabei «pure Musikalität in pianistischer Perfektion». Über 20 preisgekrönte Aufnahmen, zahlreiche solistische Auftritte in renommierten Konzertsälen und Zusammenarbeiten mit namhaften Dirigenten, Orchestern und Kammermusikpartner:innen zeugen von seiner Vielseitigkeit.

herbertschuch.com