2015

" Mit der neunten Sinfonie von Schostakowitsch haben sich die gut 65 jungen Leute im Alter von 17 bis 25 Jahren einer Sinfonie gestellt, die sonst Berufsorchestern vorbehalten ist. Hinreißend war diese Schostakowitsch-Wiedergabe, weil sie der frechen, spritzigen und sarkastischen Musik mit dem rasanten Final-Galopp eine interpretatorische Entsprechung mit viel Drive und Dramatik lieferte.
Südkurier, 18. August 2015

"Es war überwältigend zu hören, mit welcher Kraft, Expressivität und geschärftem Klang sich das junge Orchester in die gewaltige Sinfonie des russischen Komponisten legte. Ein dichter, prägnanter Streicherklang, effektsicher und rhythmisch genau agierende Schlagwerker an der Perkussion, das schwere Blech, das wuchtig hervortritt, die herausragenden Holzbläser, die auch die lyrischen und schwermütigen Stellen sorgfältig aushorchten, machten diesen Schostakowitsch zu einem fesselnden Klangerlebnis." Badische Zeitung , August 2015

Der Freiämter, 11. August 2015
Bettina Leemann

«Unerhört» gut und begeisternd
Das Jugendsinfonieorchester Aargau riss in der Alten Kirche Boswil das Publikum mit

«Unerhört» war das Motto des Konzertes, welches das Jugendsinfonieorchester Aargau unter der Leitung von Hugo Bollschweiler am vergangenen Sonntag dem Publikum in der Alten KircheBoswil offerierte.
Unerhört war auch das Niveau, mit welchem das Orchester das Publikumzu begeistern wusste. Mit einer unglaublichen Brillanz und Präsenz liessen die jungen Musikerinnen und Musiker die anspruchsvollen Werke von Mozart, Strawinsky und Schostakowitsch in der Alten Kirche Boswil erklingen.

Getreu dem Motto des Dirigenten Hugo Bollschweiler «Let's Rock» erklangen die ersten Takte der Mozart Sinfonie Nr. 25. Schon diese ersten Töne liessen keinen Zweifel aufkommen, das Orchester hatte das Motto verinnerlicht, und hatte es sich zum Ziel gesetzt, die Wände der alten Kirche Boswil zum Beben zu bringen.
Mit einer bewundernswerten Brillanz liessen die Streicher das Motiv des ersten Satzes der Sinfonie erklingen und schufen dabei den richtigen Boden für einen glasklaren Oboeneinsatz, der das eben gehörte Motiv wunderbar aufnahm.

Das Orchester legte dabei eine Perfektion an den Tag, welche die Zuhörerinnen und Zuhörer nicht nur die Wärme, sondern auch den Ort vergessen liess, an dem man sich befand. Mozart in seiner vollendeten Perfektion und mit einer Intensität, wie man diese Musik nur von den ganz grossen Orchestern dieser Welt zu hören bekommt, sofern sie denn
noch Mozart-Sinfonien spielen.

Die Mozart-Sinfonie warf bekanntlich zum Zeitpunkt ihrer Entstehung noch hohe Wellen, aber heute verursacht sie keinen Wirbel mehr. Dagegen sind die beiden Werke von Strawinsky und Schostakowitsch um einiges weniger zugänglich. Die beiden Werke sind auf ihre Weise musikalische Karikaturen und eben ein Stückweit «unerhört».

Den rhythmischen Herausforderungen in beiden Werken war das Orchester mehr als gewachsen. Auffallend waren dabei einmal mehr die hervorragenden Bläserinnen und Bläser, die Bollschweiler immer wieder für das Orchester verpflichten kann.

Präzise und virtuose Solistin
Auch bei den Solistinnen und Solisten schafft es das JSAG immer wieder, interessante Musikerinnen und Musiker einzuladen. Im Violinkonzert von Strawinsky war es die ursprünglich aus Singapur stammende Solistin Ning Kam. Die Geigerin ist eine wahre Virtuosin auf dem Instrument. Sie weiss auf den Saiten zu zaubern und vermag dem doch etwas sperrigen Stück von Strawinsky Charme einzuhauchen, so dass man sich gerne auf das Stück einlässt und dabei ein ganz besonderes Konzerterlebnis hat.

2014

Publikumsstimmen:
Das Konzert war wunderschön und man kann sich fragen, ob man diese Qualität noch toppen kann. Vor allem der zweite Teil war wirklich sensationell. Hätte man das Konzert nur gehört und nicht gesehen, wer gespielt hat - man wäre sicher nicht auf ein Jugendorchester gekommen. Die Feinheiten der Streicher, die tollen Bläser, die Präzision, das Zusammenspiel: Es war alles hervorragend. Wir sind jedenfalls ganz beglückt aus dem KUK Aarau gegangen und sind voller Bewunderung für das Dargebotene. Auch der Dirigent hat da eine ganz tolle Arbeit geleistet.
Christian und Lisebeth Lerch, Januar 2014
Herzlichen Dank für die Komplimente! 

Das Jugendsinfonieorchester Aargau brillierte im traditionellen Neujahrskonzert in Boswil 7. Januar 2014"Neben der Uraufführung präsentierte das JSAG unter der Leitung von Hugo Bollschweiler am vergangenen Sonntagmorgen die Ouvertüre zu «Euryanthe» von Carl Maria Weber und die beiden berühmten «Peer-Gynt-Suiten» von Edvard Grieg. Sie bildeten sozusagen die Klammer um das Werk von Paul Hanmer. Sowohl bei Peer Gynt als auch bei Euryanthe wird das Leben von zwei Spielernaturen musikalisch umgesetzt. Dies weiss das JSAG überaus effektvoll umzusetzen. Wirkte die Ouvertüre noch etwas zurückhaltend, gab es für die jungen Musikerinnen und Musiker bei Peer Gynt kein Halten mehr. Der jugendliche Enthusiasmus liess sich hier nicht mehr bremsen und beschied dem Publikum ein Klangspektakel, das von manchem berühmten Orchester kaum besser gespielt worden wäre. Das Niveau der jungen Musikerinnen und Musiker ist überaus hoch, und unter der Leitung von Hugo Bollschweiler laufen sie zu Höchstleistungen auf. Zwischen diesen beiden Werken war die Uraufführung mit dem exzellenten Solisten Robert Pickup angesiedelt. Es zeigte sich: Die intensive Probenarbeit hat sich mehr als gelohnt. Das Werk von Hanmer wirkt plastisch und überaus lebendig. Die Klangfarben kommen bestens zur Geltung, und das Orchester vermag dem ausgezeichneten Bassetthorn-Solisten Robert Pickup den nötigen Boden für seine solistischen Einlagen zu legen. Das Publikum begegnete dem neu geschaffenen Werk mit viel Wohlwollen."
Der Freiämter, 7. Januar 2014

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