Jugend-Sinfonieorchester Aargau

Sommertournee 2012: Spiegelungen

Alban Berg: Violinkonzert,  „Dem Andenken eines Engels“ (1935)
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur

Solistin: Rahel Cunz, Violine

Alban Berg schuf mit dem Violinkonzert einen der ganz grossen Klassiker des 20. Jahrhunderts, Ikone einer Epoche und persönliches Bekenntnis zugleich. Aufgrund seiner Ansprüche vergleichsweise selten gespielt, sind wir glücklich, in Rahel Cunz eine herausragende Interpretin des Werks als Partnerin zu haben. Sie ist für diese Aufgabe prädestiniert, als Konzertmeisterin des Collegium Novum Zürich sowie als breit interessierte Solistin in neuer Musik.
Johannes Brahms lebte als Wahlwiener in jenem Wien, das den Nährboden für so zahlreiche verschiedene, doch letztlich seelenverwandte Komponisten darstellte und das in Alban Bergs Violinkonzert noch so deutlich hörbar ist. Auch wenn ein halbes Jahrhundert zwischen beiden Werken liegt, atmen sie beide eine Sensibilität und eine Expression, die ihre Einzigartigkeit ausmacht. Höhen und Tiefen des Innern eines Menschen werden ausgelotet, wenn Brahms in der zweiten Sinfonie seinen nunmehr vollkommen eigenen Klang gefunden hat.
Für das JSAG bedeutet dieses Programm ein Meilenstein, nicht nur mit der Annäherung an Brahms‘ zweite Sinfonie, welche als grosse romantische Musik auch ein Wunschstück der jungen Musikerinnen und Musiker darstellt, sondern auch mit Bergs Violinkonzert, welches als eines der zentralen Werke des 20. Jahrhunderts sehr direkt die Frage unserer Existenz berührt und somit essentieller Bestandteil jeder fundierten musikalischen Bildung ist.

Konzerte:
Boswil, Alte Kirche: Sonntag, 12.8. 2012, 11.30 Uhr
Zürich, Kirche Oberstrass, Freitag, 17.8.2012, 19.30 Uhr
Laufenburg, Kirche St. Johann: Samstag, 18.8.2012, 20.00 Uhr
Aarau, Kultur- und Kongresshaus: Sonntag, 19.8.2012, 17.00 Uhr
Villigen, Paul Scherrer Institut: Freitag, 24.8.2012, 19.00 Uhr unter dem Motto:
Klassik trifft Wissenschaft
 

Termine:
Vorspiel: Frühjahr 2012 / nach Absprache
Probentag: Samstag, 16. Juni 2012, 9.30 - 16 Uhr, Pauluskirche Aarau
Probenwoche: Montag, 6. August 2012 - Sonntag, 12. August 2012, Künstlerhaus Boswil

Solistin:

Rahel Cunz, Violine

11.8.

Sommertournee JSAG

Kult

Tournee

  • Alte Kirche, Künstlerhaus Boswil
  • Abendkasse ab 10.30 Uhr, Eintritt: CHF 40.-/15.- (Stud./Lehrl.) Lindau: Eintritt frei. Kinder bis zwölf Jahre freier Eintritt

Weitere Konzerte:
Freitag, 9. August 2019, 19.30 Uhr
Kirche St Stephan, Lindau (D)

Freitag, 16. August 2019, 20.00 Uhr
Kirche St. Peter, Zürich

Sonntag, 18. August 2019, 17.00 Uhr
Kultur- und Kongresshaus, Aarau

 

Sommertournee JSAG

Kult

Jugend-Sinfonieorchester Aargau
Sebastian Manz, Klarinette
Hugo Bollschweiler, Leitung

George Gershwin (1898–1937)
Ouvertüre zu «Funny Face»

Aaron Copland (1900–1990)
Konzert für Klarinette, Streichorchester, Harfe und Klavier

Sergei Rachmaninow (1873–1943)
Sinfonie Nr. 2 e-Moll op. 27

Audrey, Astaire und Gershwin. Wenn Kult denn je einer Definition bedurft hätte, ist sie hier mittels dreier unsterblicher Namen in Musicalstein gemeisselt. Das Dreamteam aus Funny Faces steht für einen einsamen Höhepunkt des US-Musicals der 50er-Jahre. Die Definition von Kult ist Gershwin allein schon lange. Nebst seinen sinfonischen Hammerwürfen gilt seine Musik für Film und Broadway aber immer noch als Geheimtipp. Die unnachahmliche Balance zwischen raffiniertem Handwerk und lässiger Coolness schafft Gershwin wie kein zweiter.

1947 vom Jazzklarinettisten Benny Goodman für 2000 Dollar bestellt, ist Aaron Coplands Klarinettenkonzert heute Gold wert. Die eigentümliche Mischung aus wehmütigem Americana-Idiom, nord- und südamerikanischer Popularmusik und schwindelerregender Jazzvirtuosität hat das Konzert rasch zu einem Überflieger im Repertoire gemacht. Bemerkenswert: Ohne eigentliches Schlagzeuginstrumentarium in der Besetzung schafft Copland das Kunststück, mit geschlagenen Harfenklängen und «slapping basses» den perkussiven Jazzgroove zu imitieren. Kult pur!

Für Rachmaninow wurde es die Sinfonie seines Lebens: Mit der Zweiten bewies er sich nach dem Desaster der 1. Sinfonie als Bezwinger der großen Form, überwand seine quälenden Selbstzweifel und schuf ein Werk, das in seiner verschwenderischen Melodik die U-Musik auf Jahrzehnte hinaus mit copy-paste-Material versorgt hat. Kult im speziellen ist das ausserirdische Adagio, dessen schiere Schönheit und radikale Emotionalität in der Geschichte der Sinfonik seinesgleichen sucht.

  • http://www.kuenstlerhausboswil.ch/ort-der-musik/jugend-sinfonie-orchester-aargau/Archiv/sommer-2012
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  • Alte Kirche, Künstlerhaus Boswil
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  • 20190811T140005
  • Sommertournee JSAG: Kult
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