Jugend-Sinfonieorchester Aargau – JSAG

Tournee Januar 2019 – "Wahnsinn"

Tournee Januar 2019 –

 

Probewoche:
Samstag 29. Dezember 2018 bis Samstag 5. Januar 2019
Künstlerhaus Boswil
(frei von 31.12., 12.30Uhr  bis 1.1., 14.00Uhr)

 
 
 


Konzerte:
Samstag 5. Januar 2019, 19.00Uhr
Kultur- und Kongresshaus, Aarau

Sonntag, 6. Januar 2019, 11.00 Uhr
Künstlerhaus Boswil

Freitag, 11. Januar 2019, 19.30 Uhr
Aula Schulhaus Margeläcker, Wettingen

Sonntag, 13. Januar 2019, 17.00 Uhr
Kirche Sankt Peter, Zürich
 

Wolfgang Amadé Mozart (1756-1791)
Ouvertüre zu „La Clemenza di Tito“  KV 621

Ernest Bloch (1880-1959)
Shelomo: Rhapsodie Hébraïque, for Violoncello and Orchestra, B. 39 (1915/16)

Sergei Prokofjew (1891-1953)
Romeo and Juliet, Suite No. 2 op. 64ter


Jugend-Sinfonieorchester Aargau
Jacob Shaw, Violoncello
Hugo Bollschweiler, Leitung

Der Wahnsinn hält Hof. Bei Mozarts Titus sogar buchstäblich und pechschwarz als Hochverrat, Mord und Rache: Wahnsinnige Intrigenspiele und kalte Vergeltungspläne wuchern in der Entourage des Kaisers. Verrückt und gefährlich ist es, was sich Titus da erlaubt: Er begnadigt die Attentäter und liefert Mozart die ideale Vorlage für einen symbolischen Fingerzeig an Leopold II., zu dessen Krönung der Komponist die Oper in sagenhaften 50 Tagen schrieb.

Wahnhaft treibt es hingegen König Salomon um, in manisch-depressiver Unrast zwischen Luxushunger, Lust und Masslosigkeit und kontemplativer Melancholie. Im erschütternden Gespräch mit seinem Volk werden die letzten Fragen des Lebens berührt. Berückend schön, unbarmherzig verdichtet und von archaischer Grösse: Ernest Bloch hat mit Schelomo eine existenzielle Parabel geschaffen, in der wir uns alle selber erkennen.

Wahnsinnig ist die Liebe von Romeo und Julia in ihrer absoluten Bedingungslosigkeit und wahnsinnig ist der sinnlose Hass der verfeindeten Familienclans. Mit Shakespeares Klassiker hat Sergei Prokofjew die Ur-Geschichte einer verbotenen, zerstörerischen Liebe mit einem Soundtrack versehen, der in seiner kongenialen Gestalt sogleich selber zum Klassiker avancierte. Dem schicksalshaften Duktus der griechischen Tragödie gleich treibt die Musik zwischen Wucht und Zärtlichkeit die unerhört Liebenden in einen Tod, dessen Sinnlosigkeit in einer an die Grenzen der Tonalität stoßenden Musik gespiegelt wird.

 

Jugend-Sinfonieorchester Aargau

Jugend-Sinfonieorchester Aargau

Das Jugend-Sinfonieorchester des Kantons Aargau (JSAG) gilt als eines der aufregendsten Orchester seiner Art in der Schweiz. Es führt als einzigartiges Vermittlungs- und Bildungsprojekt des Künstlerhauses Boswil zweimal jährlich 50-70 motivierte und begabte Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 26 Jahren in einer Probewoche im Künstlerhaus zusammen und geht anschliessend auf Konzerttournee. Die Mitwirkenden aus dem Aargau und den angrenzenden Regionen widmen sich dem klassisch-romantischen Konzertrepertoire ebenso wie neuerer und aargauischer Musik.
Das JSAG konzertiert regelmässig mit einigen der spannendsten jungen SolistInnen der Gegenwart. Ning Kam, Oliver Schnyder, Fabio di Càsola, Radovan Vlatkovic, Rafael Rosenfeld und Julia Schröder haben das Renommée des Orchesters weit über die Kantonsgrenzen hinausgetragen.
2007 und 2013 war das JSAG Preisträger beim Valiantforum Wettbewerb für junge Orchester in Murten.

 

Hugo Bollschweiler, Dirigent und künstlerischer Leiter 

Hugo Bollschweiler schloss seine Viola- und Dirigierstudien an den Hochschulen von Fribourg, Basel, Baltimore (USA) und Zürich mit dem Solistendiplom ab. Er ist künstlerischer Leiter des Jugend-Sinfonieorchesters Aargau, des stadtorchesterSCHLIEREN, der Orchestergesellschaft Affoltern am Albis und des Orchestervereins Niederamt. Er dirigierte unter anderem das Baltimore Chamber Orchestra (USA), das Orchester des Musikkollegium Winterthur, das argovia philharmonic, das Rousse Philharmonic Orchestra, das Akademische Kammerorchester Sofia, das Orchester der Zürcher Hochschule der Künste und das Jugend-Sinfonieorchester Zürich. Unter seiner Leitung standen Uraufführungen von Orchesterwerken von Paul Hanmer, Balz Aliesch and Hans-Jürg Meier. Er war Solobratschist beim Schweizer Kammerorchester, dem Peabody Symphony Orchestra (USA), dem Schweizer Jugendsinfonieorchester und dem Orchestre de Chambre de Neuchâtel. Engagements beim Tonhalle-Orchester Zürich, dem Orchester der Oper Zürich, kammerorchesterbasel, Collegium Novum Zürich, der Camerata Bern und dem Freiburger Barockorchester führten ihn in Konzertsäle auf fünf Kontinenten. Als Kammer- und Orchestermusiker trat er an den Mostly Mozart New York, Tanglewood, Lucerne, Davos, Donaueschingen, Kuhmo, Montreux und Yellow Barn Festivals und an den Hong Kong und New Zealand Art Festivals auf. Von 2007 bis 2009 leitete er als Artist-in-Residence und Professor für Viola und Kammermusik die Streicherabteilung der Northern Kentucky University (USA) und als Artistic Director das Norse Chamber Music Festival. Er ist Mitglied des Galatea Quartett, des Chamber Aartists Orchestra CHAARTS und der camerata zürich, Guest Artist der Colorado und Coolidge String Quartett und Mitbegründer des Barockorchesters Capriccio. Als Dozent unterrichtete er am Cincinnati College Conservatory Accent Festival, dem Norse Chamber Music Festival, dem Austin Chamber Music Festival and Workshop und an der Escola de Musica do Estado de Sao Paulo.

nach oben