„FEMMES FATALES?“ - August 2016

„FEMMES FATALES?“ - August 2016

Vorverkauf ab Ende Juni 2016

Jugend-Sinfonieorchester Aargau
Christina Daletska, Mezzosopran
Hugo Bollschweiler, Leitung

Joan Tower (*1938): Fanfare for the Uncommon Woman (1986) 
Grażyna Bacewicz (1909-1969): Uwertura (1943) 
Hector Berlioz (1813-1869): Les nuits d’été H 81 op.7 (1856) 
Christina Daletska, Mezzosopran

Joan Tower: Second Fanfare for the Uncommon Woman (1989) 
Georges Bizet (1838-1875): Carmen Suites Nr. 1 und 2 (1882/87) 
(arr. Ernest Guiraud)
 

FEMMES FATALES?
"Wenn wir ein Frauenzimmer die Violin, oder das Horn, oder den Baß spielen sehen, so empfinden wir ein gewisses Gefühl des Unschicklichen" findet Carl Ludwig Juncker noch in 1783 ganz ungeniert. In der Geschichte der klassischen Musik erscheint die Frau als Zuträgerin, Staffage, Vamp oder Muse, selten bis gar nicht als schöpferisches Ich, frei von Männerwille und -wahn. FEMMES FATALES? stellt starke Frauen in die musikalische Mitte: schaffende, inspirierende und symbolische Figuren ohne Wenn und Aber.


Sonntag, 7. August 2016 Alte Kirche Künstlerhaus Boswil 11:00 Uhr

Donnerstag, 11. August 2016 Hotel Schweizerhof Luzern 19:30 Uhr

Freitag, 12. August 2016 Klosterkirche Königsfelden 19:30 Uhr

Sonntag, 14. August 2016 KUK Aarau 17:00 Uhr

Sonntag, 21. August 2016 Kurpark Bad Zurzach* 17:00 Uhr
* öffentliches Konzert zum 100-Jahre-Jubiläum Raiffeisenbanken Aare-Rhein und Böttstein: freier Eintritt, kein Vorverkauf)
(bei Regen findet dieses Konzert in der ref. Kirche Bad Zurzach statt)

Eintritt: CHF 40.-/15.- (Stud./Lehrl.)/ Kinder bis 12 Jahre freier Eintritt

Jugend-Sinfonieorchester Aargau

Jugend-Sinfonieorchester Aargau

Das Jugend-Sinfonieorchester des Kantons Aargau ist ein innovatives Vermittlungs- und Bildungsprojekt des Künstlerhauses Boswil, das zweimal jährlich motivierte und begabte Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 26 Jahren zusammenführt.
Die Mitwirkenden aus dem Aargau und den angrenzenden Regionen widmen sich dem klassisch-romantischen Konzertrepertoire ebenso wie neuerer und aargauischer Musik. Das Jugend-Sinfonieorchester Aargau arbeitet mit renommierten Solistinnen und Solisten und konzertiert in- und ausserhalb des Kantons.
Dirigent und Projektleiter: Hugo Bollschweiler

06.1.

Jugend-Sinfonieorchester Aargau

Wahnsinn

Tournee

  • Alte Kirche, Künstlerhaus Boswil
  • Abendkasse ab 10.30 Uhr, Eintritt: CHF 40.-/15.- (Stud./Lehrl.) Kinder bis zwölf Jahre: freier Eintritt

Weitere Konzerte:

Samstag 5. Januar 2019, 19.00Uhr
Kultur- und Kongresshaus, Aarau

Freitag, 11. Januar 2019, 19.30 Uhr
Aula Primarschule Margeläcker, Wettingen

Sonntag, 13. Januar 2019, 17.00 Uhr
Kirche Sankt Peter, Zürich

Jugend-Sinfonieorchester Aargau

Wahnsinn

Jugend-Sinfonieorchester Aargau
Jacob Shaw Violoncello
Hugo Bollschweiler Leitung

 

Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
Ouvertüre zu „La Clemenza di Tito“ KV 621

Ernest Bloch (1880–1959)
Shelomo: Rhapsodie Hébraïque, for Violoncello and Orchestra, B. 39 (1915/16)

Sergei Prokofjew (1891–1953)
Romeo and Juliet, Suite No. 2 op. 64ter

Der Wahnsinn hält Hof. Bei Mozarts Titus sogar buchstäblich und pechschwarz als Hochverrat, Mord und Rache: Wahnsinnige Intrigenspiele und kalte Vergeltungspläne wuchern in der Entourage des Kaisers. Verrückt und gefährlich ist es, was sich Titus da erlaubt: Er begnadigt die Attentäter und liefert Mozart die ideale Vorlage für einen symbolischen Fingerzeig an Leopold II., zu dessen Krönung der Komponist die Oper in sagenhaften 50 Tagen schrieb.

Wahnhaft treibt es hingegen König Salomon um, in manisch-depressiver Unrast zwischen Luxushunger, Lust und Masslosigkeit und kontemplativer Melancholie. Im erschütternden Gespräch mit seinem Volk werden die letzten Fragen des Lebens berührt. Berückend schön, unbarmherzig verdichtet und von archaischer Grösse: Ernest Bloch hat mit Schelomo eine existenzielle Parabel geschaffen, in der wir uns alle selber erkennen.

Wahnsinnig ist die Liebe von Romeo und Julia in ihrer absoluten Bedingungslosigkeit und wahnsinnig ist der sinnlose Hass der verfeindeten Familienclans. Mit Shakespeares Klassiker hat Sergei Prokofjew die Ur-Geschichte einer verbotenen, zerstörerischen Liebe mit einem Soundtrack versehen, der in seiner kongenialen Gestalt sogleich selber zum Klassiker avancierte. Dem schicksalshaften Duktus der griechischen Tragödie gleich treibt die Musik zwischen Wucht und Zärtlichkeit die unerhört Liebenden in einen Tod, dessen Sinnlosigkeit in einer an die Grenzen der Tonalität stoßenden Musik gespiegelt wird.

  • http://www.kuenstlerhausboswil.ch/ort-der-musik/jugend-sinfonie-orchester-aargau/Archiv/Femmes-Fatales-2016
  • d3d181c7-3fad-4484-927d-9e6c340c3f83
  • Alte Kirche, Künstlerhaus Boswil
  • 20181213T004553
  • 20190106T110016
  • 20190106T140016
  • Jugend-Sinfonieorchester Aargau: Wahnsinn
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