Jugend-Sinfonieorchester Aargau – JSAG

Tournee Januar 2020 – «Entfesselt»

Tournee Januar 2020 – «Entfesselt»

 

 

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Leonore-Ouvertüre Nr. 3 op 72b (1806)

Kurt Weill (1900–1950)
Symphonic Nocturne from «Lady in the Dark» (1941)

Richard Strauss (1864–1949)
Tod und Verklärung op 24 (1889/90)

 

 

 

 

 

Konzerte:
Samstag 4. Januar 2020,  19.00Uhr
Kultur- und Kongresshaus, Aarau

Sonntag, 5. Januar 2020, 11.00 Uhr
Künstlerhaus Boswil

Freitag, 10. Januar 2020, 19.30 Uhr
Vortragssaal Kunsthaus, Zürich
Eintritt frei, Kollekte

Sonntag, 12. Januar 2020, 16.00 Uhr
Wettinger Kammerkonzerte, Aula Margeläcker, Wettingen
Tickets

Entfesselt. Befreit. Gerettet.

Leonore ist auf radikaler Rettungsmission: Ihr Mann Florestan ist aus politischen Gründen inhaftiert und wartet auf seine Exekution. Beethovens Fidelio, vielleicht das grossartigste Beispiel der Gattung Befreiungsoper, funktioniert auf zwei Ebenen. Die individuelle Befreiungsaktion steht sinnbildlich für die gesellschaftliche Entfesselung im Sinne der Ideale der französischen Revolution.

Eliza Eliott will sich mittels Psychoanalyse von belastenden persönlichen Erfahrungen befreien. 1941 von Kurt Weill vertont und von Ira Gershwin getextet, greift das Broadway-Musical ein für die damalige Zeit hochaktuelles Thema auf. Die psychologische Gesundung der Hauptfigur ist in vier Traumsequenzen gespiegelt und kulminiert in einem buchstäblich entfesselten Song, «My Ship»: Eliza ist endlich befreit und hat sich selber wiedergefunden.

«...die Todesstunde naht, die Seele verläßt den Körper, um im ewigen Weltenraum das vollendet, in herrlichster Gestalt zu finden, was es hienieden nicht erfüllen konnte.» Es ist die grosse, endgültig Befreiung, die Strauss in seinem ehrgeizig-dramatischen Wurf «Tod und Verklärung» beschreibt. Klanglich luxuriös und überirdisch schön: Hier erscheint der Tod als Übergang in einen paradiesischen Zustand, wo alle Fesseln fallen und der Mensch seine letzte Erfüllung findet.

Jugend-Sinfonieorchester Aargau

Jugend-Sinfonieorchester Aargau

Das Jugend-Sinfonieorchester des Kantons Aargau (JSAG) gilt als eines der aufregendsten Orchester seiner Art in der Schweiz. Es führt als einzigartiges Vermittlungs- und Bildungsprojekt des Künstlerhauses Boswil zweimal jährlich 50-70 motivierte und begabte Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 26 Jahren in einer Probewoche im Künstlerhaus zusammen und geht anschliessend auf Konzerttournee. Die Mitwirkenden aus dem Aargau und den angrenzenden Regionen widmen sich dem klassisch-romantischen Konzertrepertoire ebenso wie neuerer und aargauischer Musik.
Das JSAG konzertiert regelmässig mit einigen der spannendsten jungen SolistInnen der Gegenwart. Ning Kam, Oliver Schnyder, Fabio di Càsola, Radovan Vlatkovic, Rafael Rosenfeld und Julia Schröder haben das Renommée des Orchesters weit über die Kantonsgrenzen hinausgetragen.
2007 und 2013 war das JSAG Preisträger beim Valiantforum Wettbewerb für junge Orchester in Murten.

 

Hugo Bollschweiler, Dirigent und künstlerischer Leiter 

Hugo Bollschweiler schloss seine Viola- und Dirigierstudien an den Hochschulen von Fribourg, Basel, Baltimore (USA) und Zürich mit dem Solistendiplom ab. Er ist künstlerischer Leiter des Jugend-Sinfonieorchesters Aargau, des stadtorchesterSCHLIEREN, der Orchestergesellschaft Affoltern am Albis und des Orchestervereins Niederamt. Er dirigierte unter anderem das Baltimore Chamber Orchestra (USA), das Orchester des Musikkollegium Winterthur, das argovia philharmonic, das Rousse Philharmonic Orchestra, das Akademische Kammerorchester Sofia, das Orchester der Zürcher Hochschule der Künste und das Jugend-Sinfonieorchester Zürich. Unter seiner Leitung standen Uraufführungen von Orchesterwerken von Paul Hanmer, Balz Aliesch and Hans-Jürg Meier. Er war Solobratschist beim Schweizer Kammerorchester, dem Peabody Symphony Orchestra (USA), dem Schweizer Jugendsinfonieorchester und dem Orchestre de Chambre de Neuchâtel. Engagements beim Tonhalle-Orchester Zürich, dem Orchester der Oper Zürich, kammerorchesterbasel, Collegium Novum Zürich, der Camerata Bern und dem Freiburger Barockorchester führten ihn in Konzertsäle auf fünf Kontinenten. Als Kammer- und Orchestermusiker trat er an den Mostly Mozart New York, Tanglewood, Lucerne, Davos, Donaueschingen, Kuhmo, Montreux und Yellow Barn Festivals und an den Hong Kong und New Zealand Art Festivals auf. Von 2007 bis 2009 leitete er als Artist-in-Residence und Professor für Viola und Kammermusik die Streicherabteilung der Northern Kentucky University (USA) und als Artistic Director das Norse Chamber Music Festival. Er ist Mitglied des Galatea Quartett, des Chamber Aartists Orchestra CHAARTS und der camerata zürich, Guest Artist der Colorado und Coolidge String Quartett und Mitbegründer des Barockorchesters Capriccio. Als Dozent unterrichtete er am Cincinnati College Conservatory Accent Festival, dem Norse Chamber Music Festival, dem Austin Chamber Music Festival and Workshop und an der Escola de Musica do Estado de Sao Paulo.

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