Schweizer Ensemble für Neue Musik

Ensemble Boswil neu mit Meisterkurs Komposition

Das Ensemble Boswil (Ebos) für Neue Musik macht einen Neustart. Die Zusammenarbeit mit den Schweizer Musikhochschulen wird vertieft. Nebst international bekannten Komponisten und Dirigenten bringt es nun nebst jungen MusikerInnen (Meisterkurs Interpretation) auch junge KomponistInnen (Meisterkurs Komposition) für zwei Arbeitsphasen und die Konzerte nach Boswil.

Neu mit ECTS-Punkten für EBos-Studenten
Das Ensemble Boswil für Neue Musik interpretiert zeitgenössische Werke und setzt sich aus rund zwanzig Studierenden der Schweizer Musikhochschulen zusammen. Beide Projektphasen sind neu in Absprache mit den Schweizer Hochschulen vollwertig mit einer durch die Hochschule festzulegenden Anzahl an ECTS-Punkten validierbar. Das Ensemble Boswil war und ist durch die Kombination von akademischem Know-How und den perfekten Produktionsbedingungen in Boswil ein einzigartiges Förderprojekt im Bereich der zeitgenössischen Musik. Im Zentrum stehen die Weiterbildung von jungen, hochbegabten MusikerInnen in enger Kooperation mit den Schweizer Musikhochschulen und die Vermittlung von wichtigen Werken der zeitgenössischen Musik unter Leitung eines international renommierten Gastdirigenten.

Arbeit in zwei Phasen - September und Januar
Ab dem akademischen Jahr 2017/18 finden jährlich zwei Sessionen der Akademie für Neue Musik am Künstlerhaus statt. Das Ensemble in Boswil setzt sich wie bisher aus Studierenden aller Schweizer Hochschulen zusammen. Neu ist, dass parallel zur ersten Session im September ein Meisterkurs Komposition stattfindet, in dem Absolvierende der Schweizer Hochschulen, sowie das ganze internationale Feld eingeladen sind, um für die zweite Session des Ensembles im Januar Stücke zu komponieren. Das erste Konzert wird 2017 von Isabel Mundry und dem Künstlerhaus Boswil kuratiert. Im zweiten Konzert präsentiert das EBos ausschliesslich Uraufführungen der Komponisten des Meisterkurses.

2017 mit Zürcher Hochschule der Künste: "What's now?"
Für das „EBos reloaded“ 2017 freut sich das Künstlerhaus über die Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule der Künste ZHDK als Co-hosting Partner. Die Komponistin Isabel Mundry, leitet den neuen Kompositionsmeisterkurs. Das Thema „what’s now?“ steht für den Umgang mit räumlichen und zeitlichen Strukturen innerhalb der Musik, ein Thema, das in einer mobilen Zeit relevanter ist denn je. Mit dabei sind Felix Baumann, Leiter des Studiengangs für Komposition/Theorie der ZHDK und Philippe Kocher, Dozent der ZHDK, Entwickler des spannenden Tools „polytempo network“ zur Tempopolyphonie, das von den Beteiligten genutzt werden kann. Sowohl das Eröffnungskonzert im September 2017, als auch das Konzert der Uraufführungen der Werke der Komponisten durch das EBos im Januar 2018 versprechen also ein ganz besonderes Musikerlebnis.

 
Rückblick/Ausblick Ensemble Boswil

Das Ensemble Boswil war und ist durch die Kombination von akademischem Know-How und den perfekten Produktionsbedingungen in Boswil ein einzigartiges Förderprojekt im zeitgenössischen Bereich: Ambitionierte Studierende aller Schweizer Musikhochschulen treffen im Künstlerhaus Boswil am „Ort der Musik“ im Aargauer Freiamt zusammen und arbeiten dort mit einem externen Dirigenten eine Woche lang sehr intensiv.

Die über die Jahre gesammelten Feedbacks aller Beteiligten zeigen: Die Studierenden schätzen die Atmosphäre in Boswil und zeigen grosses Engagement in der Erarbeitung und Performance des anspruchsvollen Repertoires, die Dozierenden können besonders motivierte Studierende vermitteln, die Dirigenten arbeiten unter aussergewöhnlichen Bedingungen (konzentrierte Probenphasen der MusikerInnen und stete örtliche Präsenz/Verfügbarkeit des gesamten Ensembles), das Künstlerhaus Boswil positioniert sich mit einem Projekt von hoher Qualität als Förderinstitution im Bereich der zeitgenössischen Musik.
 

Die neue Projektidee
Das Künstlerhaus Boswil versteht sich als ein Ort der musikalisch reichhaltigen Begegnungen junger MusikerInnen und als „Enabler“ für die praktische Ausübung und Aufführung zeitgenössischer klassischer Musik. 

► Engere Zusammenarbeit mit den Schweizer Hochschulen, namentlich den Leitern der Master-Studiengänge für zeitgenössische Musik.

► Die Schweizer Hochschulen übernehmen turnusmässig das „Co-hosting“ und tragen nebst Räumlichkeiten und Arbeitsmaterial, vor allem inhaltlich ihr Know-How bei.  

► Ziel ist, das Künstlerhaus Boswil mit diesem Projekt als Begegnungszentrum weiter zu nutzen und eine Schnittstelle der Hochschulen untereinander zu schaffen, wo ein Austausch und eine vielseitige Begegnung sowohl der Studierenden, als auch der Dozenten und Interpreten ermöglicht wird.

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