Foyer Alte Kirche

Foyer Alte Kirche

Erstmals seit 1757, der Fertigstellung des Pfarrhauses, wird auf dem historischen Boswiler Kirchenhügel wieder ein neues Gebäude gebaut. 
Wie ein weiteres der hölzernen Vordächer stellt sich das Foyer an die alte Südmauer der Kirche und hebt einladend die äussersten Ecken für die kommenden Gäste. Ein leichter Schwung im Dachrand unterstreicht die formale Eigenständigkeit des Anbaus und erzeugt auf subtile Weise eine Spannung zwischen Neu und Alt. Abgestützt wird das Foyerdach von vier Holzpfeilern, die aufgereiht auf einer langen Kunststeinbank stehen. Als hätte die Bank schon immer da gelegen, spannt sie über einen Teil der mittelalterlichen Ruine und spielt so mit der Geschichte des Ortes.

Auch im Innern des Foyers lässt es sich auf der Bank ruhen und den Blick durch den Raum und den Garten schweifen. Eine geschwungene Treppe aus Mägenwiler Muschelkalk führt durch den verbreiterten Südeingang in die Kirche empor.

Eine besondere Qualität der Anlage ist die erhöhte Lage auf dem Rücken des Moränenhügels. Die durch die Landschaftsarchitektin Jane Bihr-de Salis in ihren Zustand vor den Ruinenausgrabungen gebrachte Gartenanlage lädt zum Verweilen und Schlendern ein.

Bei geöffneten Foyertüren und schöner Witterung kann man nun ebenerdig durch das Foyer und den Garten wandeln. Bei Nässe und Kälte sorgt der geheizte Foyerraum für warme Hände und Füsse. Eine Eigenschaft, dem das Foyer seinen Namen zu verdanken hat. Denn im französischen Theater des 18.Jhd. war das Foyer der einzige beheizte Raum im Gebäude.

Das neue Foyer bringt grosse Vorteile für die BesucherInnen und für den Betrieb. Endlich ist die Alte Kirche auch für Leute mit Gehbehinderungen barrierefrei. Einerseits durch den ebenerdigen Eingang, anderseits durch den Lift, der vom Foyer aus sowohl auf die Höhe des Konzertraumes als auch eine Etage tiefer, zu den Sanitärräumen führt.

Endlich sind die KonzertbesucherInnen vor dem Eintritt in den Kassen- und Konzertraum vor Wind und Wetter geschützt. Neu können sie ins Foyer treten, Mäntel ablegen, Tickets an der Kasse holen und ein Glas Wein oder einen Kaffee trinken vor dem Konzert. Dasselbe gilt auch für die Pausen, wo es nun auch gemütlich ist und mehr Platz hat, sich über das Gehörte und Gesehene zu unterhalten.

(Gian Salis Architektur GmbH)

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